Einfach mal machen - Folge #32 mit Melanie Amann & Sebastian Kurz: Streitgespräch in Frankfurt

Transkript anzeigen

00:00:17: Einfach mal machen.

00:00:18: Der Podcast, wir sind wieder on Tour.

00:00:20: heute machen wir Station in Frankfurt.

00:00:22: Frankfurt am Main herzlich willkommen!

00:00:27: So, heute haben die zwei streitbare Persönlichkeiten, die Sie kennen und ich freue mich richtig auf das Gespräch.

00:00:37: Das wird sehr interessant.

00:00:39: Wir haben den jüngsten Regierungschef der Welt hier also der es einmal war mit einund dreißig.

00:00:44: Heute ist er ein paar Jahre älter aber immer noch erfolgreich jetzt in der Wirtschaft.

00:00:50: Er hat einen Start-up gegründet und ist Mitgründer von Dream Security.

00:00:53: Herzlich willkommen, Bundeskanzler, an D. Sebastian Kurz!

00:00:57: Vielen Dank für die Einladung.

00:01:00: Sagt man das eigentlich AD?

00:01:01: Oder sagt man Herr Bundeskantler immer noch?

00:01:04: Ich glaube in Deutschland sagt man Herrn Bundeskansler.

00:01:06: Die Deutschen sind sehr formalistisch in Österreich, sagen die meisten Sebastian zu mir.

00:01:10: Okay.

00:01:11: Insofern ...

00:01:12: Super.

00:01:13: Wir kennen uns auch schon länger deswegen.

00:01:15: Du tzen wir uns und ähm...die Journalisten.

00:01:20: Die renommierte Journalistin, die sie alle kennen ist hier.

00:01:24: Sie kennen sie sehr stark auch aus den Talkshows.

00:01:28: Sie war über ein Jahrzehnt beim Spiegel, war auch stellvertretende Chefredakteurin für einige Jahre hat dem bekannten Titel Angst für Deutschland herausgebracht und seit Januar zwanzig ist die Chefredacterin digital der Funke Mediengruppe.

00:01:43: Herzlich Willkommen Melanie Armann!

00:01:47: Frau Armann, sie waren so lange beim Spiegeln.

00:01:51: Haben Sie den Spiegel verändert oder hat der Spiegl sie verändert?

00:01:56: Also ich denke beim Spiegle ist das wahrscheinlich so ein bisschen wie die CDU.

00:01:59: Man isst da eine Weile, aber die Institutionen sind größer als du selbst und ich denke dass schon vor allem der Spiegel mich geprägt hat mir einen einzigartigen Weg ermöglicht hat oder eben meinen Weg ermöglicht hat und ich habe hoffentlich was dazu beigetragen, dass die Leserinnen und Leser zufrieden waren Ich den Spiegel auch strategisch ein bisschen voranbringen konnte.

00:02:23: Aber nach mir kommen jetzt andere, so wie vor mir schon andere da waren und ja also wie nach Ihnen neue Generalsekretäre kommen werden und so wie Österreich in kurz übersteht, überstandert sozusagen.

00:02:37: Also es ist alles... Wir sind da nur immer eine für kurze Zeit im Fahrersitz.

00:02:44: Ja

00:02:44: Sebastian wir kriegen auch als Politiker mal auf die Frage verändert die Politik ein?

00:02:49: Viele sagen, der ist dann irgendwann abgehoben oder er ist noch bodenständig.

00:02:52: Hat die Politik dich verändert?

00:02:55: Also ich war gerade beim Spiegel.

00:02:57: Ich wollte mich jetzt

00:02:57: immer bei

00:02:58: jemandem ebenso aufs Spiegelssee und dann noch bei einer CDU-Veranstaltung.

00:03:01: Aber man lernt nie aus!

00:03:05: Also... Ich glaube jeder Job prägt einem und jede Aufgabe prägte einen.

00:03:16: Und es gibt wahrscheinlich wenige Aufgaben, die so intensiv sind wie Spitzenpolitiker sein zu dürfen.

00:03:22: Insofern lernt man in der Phase irrsinnig viel dazu.

00:03:27: Ich glaube, was bei mir so und ich habe ihn sehr jung hier angestartet.

00:03:31: Und insofern würde ich sagen ist es natürlich sehr prägent.

00:03:34: also das wirst du ja ähnlich erleben.

00:03:38: Jetzt steht der Spiegel, die Politik ist eine Marke.

00:03:43: Trotzdem sieht man dass so Qualitätsjournalismus auch das Ansehen der Politik leicht gesunken ist.

00:03:50: bis stark Hängt auch mit den neuen Medien zusammen.

00:03:54: Es gibt jetzt Podcast, YouTube, Social Media wo ganz neue Kanäle genutzt werden.

00:04:01: Herr Trump hat seinen eigenen Kanal ist sozusagen selbst ein Medium.

00:04:05: was macht das mit dem Qualitätsjournalismus?

00:04:07: wie herausragend ist

00:04:09: diese Herausforderung?

00:04:11: wir müssen früher Denke ich die Leute, die vor mir beim Spiegel waren.

00:04:15: Die Generation konnten sich irgendwie darauf verlassen dass wir eine Pflichtlektüre waren und das ist auch nicht so viel an.

00:04:21: wenn man eine bestimmte Art von Journalismus mochte gerade den investigativen Journalismus Dann gab es einfach nicht viele adressen die das geboten haben.

00:04:29: Und mittlerweile ist es so dass wir mehr gefordert sind zu den Lesern zu gehen und denen uns sozusagen auch offensiver anzubieten was Wir haben über die Kanäle über die die jetzt Nachrichten konsumieren mein jeder.

00:04:42: Es ist ja mittlerweile gewöhnt, nach dem Aufwachen erst mal ins Handy zu gehen und immer weniger Leute sagen dann ach ich geh mal auf spiegel.de oder bild.de Oder zu den Websites der Funkemediengruppe wo ich jetzt bin Watz- oder Hamburger Abendblatt Und guck mal was so los ist Sondern die sagen Ich gehe in meine Social Media Accounts und wenn etwas passiert ist Dann kommt das schon bei mir vorbei gespült wird es schon Bei mir vorbeigespület in der Timeline und Das zwingt uns Journalisten zum umdenken macht es auch schwerer, weil die Leute uns sehr selektiv wahrnehmen.

00:05:13: Also wenn sie uns nicht regelmäßig lesen dann finden Sie vielleicht den einen Beitrag über den sie sich furchtbar ärgern ein Meinungsstück oder so und kriegen vielleicht gar nicht mit dass wir dazu aber auch drei verschiedene Stücke haben die unterschiedliche Perspektiven des Themas abbilden und sagen dann typisch diese Medien sind so einseitig Und da ist es für uns ja wichtig das wir's schaffen den Leuten zu zeigen gebild'n das ganze Bild ab.

00:05:39: Das ist eine Herausforderung, die wir jeden Tag neu annehmen müssen.

00:05:42: Ja ich weiß nicht ob ich die Frage gestellt bekomme und ob der Zusammenhang passt aber dadurch dass sie natürlich diesen Druck auch kriegen durch den neuen Medien und das Politiker sich selbst auch als Medium nutzen haben wir natürlich auch eine Situation in der Politik für die etablierten Parteien eine unglaubliche Herausforderung.

00:06:02: Ist das auch ein Grund warum die Ränder stärker werden?

00:06:08: das neue Medienverhalten, dass Trump selbst Medium ist und verbreitet.

00:06:18: Unreflektiert unkommentiert seine Meinung die direkt beim Konsumenten ankommt.

00:06:22: Ist es etwas wir sehen in Europa?

00:06:24: Dass die Ränder stärker werden, die etablierten Parteien mehr Probleme bekommen oder siehst du die Herausforderungen und die Gründe eher woanders?

00:06:33: Also ich tue mir in vielen Bereichen schwer wie die Debatte in Deutschland geführt wird.

00:06:37: ja ich beginne vielleicht bei dem Wort Qualitätsjournalismus.

00:06:40: Das finde ich so interessant, weil das ist für mich eine typisch deutsche Debatte.

00:06:46: Sehr moralisch sehr wertend und ich frage mich immer sozusagen wo sieht man die Trennlinie?

00:06:52: Und wer zieht sie?

00:06:53: also ist der Paul Rondzheimer jetzt kein Qualitätsjournalist, weil er bei der Bild ist und nicht beim Spiegel oder ist ja doch einer weil er E-Links ist.

00:07:01: Also sozusagen... Ich glaube sozusagen da beginnt schon ein Stück weit Das Problem, das glaube ich teilweise im Diskurs gibt.

00:07:12: Und wenn man jetzt von den Rändern spricht, glaube ich muss mal auch aufpassen weil was ist denn ein Rand?

00:07:19: Ja also sozusagen wenn es an Meter gibt wie viele Zentimeter sind da links und rechts der Rand?

00:07:27: Wenn es in Deutschland jeder vierte die AfD wählt, ist das dann noch daran?

00:07:33: oder sozusagen sind wir dann beim Teil dieser Wähler schon bei rechts der Mitte.

00:07:39: Wenn eine SPD in manchen Bundesländern fast noch nicht mehr vorhanden ist, ist vielleicht die dann schon der Rand.

00:07:46: Weil es eigentlich dort in den Landtagen fast nicht mehr vertreten sind und wenn wir auf Europa blicken muss man überhaupt vorsichtig sein weil In Italien Meloni ist definitiv nicht daran sondern sie ist Premierministerin.

00:08:00: In Frankreich, wenn wir uns die nächste Wahl ansehen werden, würde ich mal sagen relativ gute Chancen für die Rechtspartei dort diese Wahl zu gewinnen.

00:08:11: In Amerika gibt es einen amerikanischen Präsidenten, der vielleicht sozusagen jetzt aus deutscher Perspektive daran ist aber dort hat er zumindest die Mehrheit der Stimmen bekommen.

00:08:21: also ich glaube wir leben einfach in einer Zeit, die sehr viele Umbrüche bringt, die gerade in den Medien viele umbrüchen auch bringen wird.

00:08:31: Ich selber habe ein Unternehmen im Bereich künstliche Intelligenz und ich bin jeden Tag aufs Neue fasziniert, was alles möglich ist.

00:08:37: Also ich bin immer wieder auf's Neu überrascht, was es geht.

00:08:40: Also jeden Tag denke ich mir Wahnsinn, das hätte ich mir nicht so schnell, so groß in dem Tempo vorgestellt.

00:08:47: Und ja, ich glaube, ein kleiner Aspekt ist dass jeder die Möglichkeit hat zu kommentieren und zu diskutieren.

00:08:56: Das wird dann immer so negativ abgetan, das Wort verwendet zu sagen.

00:09:00: Der Trump kann ungefiltert sagen was er möchte... Also ich finde es ja gut, also unabhängig jetzt vom Trump.

00:09:07: aber ich bin ja froh dass Politiker ungefildert sagen können was sie denken und dass wir nicht sozusagen einen Aufpasser dazwischen brauchen der das zusammenfasst dem einen Spin versetzt, einen Kommentar dazu schreibt wie wir es zu verstehen und zu Werten haben.

00:09:25: Und dann kommt's beim Konsumenten an.

00:09:27: Ich bin überhaupt nicht dagegen dass es das gibt.

00:09:29: sehr gut und wichtig dass Journalisten gibt und dass die möglichst qualitativ hochwertige Arbeit machen.

00:09:35: aber ich glaube sozusagen dass man auch direkt Politikern zuhören darf und kann, und dass diese technischen Möglichkeiten gibt ist aus meiner Sicht extrem wertvoll.

00:09:47: Weil ich kann Ihnen nur sagen, ich war zehn Jahre in der österreichischen Spitzenpolitik – Ich habe auf der ganzen Welt so gut wie jeden Spitzenpolitiker getroffen!

00:09:54: Und wissen Sie was das Interessanteste für mich war?

00:09:57: Dass wir vorher immer darauf gewettet haben

00:09:59: passt

00:10:00: das mediale Bild zur Realität oder

00:10:03: nicht?!

00:10:04: Und manchmal hat es gepasst Und manchmal was Konträer.

00:10:06: Ich habe Leute getroffen, die sind medial abgefeiert worden als die Helden, ich habe im Gespräch gedacht nicht zonderlich beeindruckend und ich hab teilweise Leute getrofft.

00:10:15: und sie sind vorher medial niedergemacht worden als wären es sozusagen der größte Verbrecher dieser Erde.

00:10:22: und dann gestern das Gespräch und denkst okay du verstehst warum derjenige gewählt wurde.

00:10:26: also ich bin nicht jemand der dieses ungefilterte für negative erachtet.

00:10:31: drum finde auch gut dass du so ein Format machst

00:10:35: Frau Ahrmann, sehr gut.

00:10:38: Ich freue mich richtig jetzt auf die Debatte!

00:10:40: Ja

00:10:42: und übrigens gut dass Sie mit demjenigen sprechen der den Höcke interviewt hat weil ich habe mir gedacht sozusagen die Logik ist, weil der jetzt mal mit dem gesprochen hat darf man mit dem nicht einmal mehr sprechen?

00:10:54: Da muss

00:10:54: man sagen er hat eben einen Vorgespräch übergesprochen

00:10:56: aber... Das wäre eine Erwartungshaltung gewesen in der deutschen Debatte das wir so sagen mit dem

00:11:03: Ja, ich bin nicht die erste, die mit ihm gesprochen hat.

00:11:06: Es haben viele Journalisten mit ihm gesprochen und ... Ich hab' ihm auch gesagt... Er versteht sich ja auch nicht als Journalist interessanterweise!

00:11:13: Sondern er sagt... Also es geht um einen Podcaster der eine gigantische Reichweite hatte schon länger.

00:11:21: Und jetzt durch ein Interview mit Björn Höcke oder einem Gespräch mit Bjørn Höcker, er sieht sicherlich an dich als Journalista, dass irgendwie viereinhalb Stunden lang war nochmal eine besondere Aufmerksamkeit bekommen hat und es wird sehr kontrovers diskutiert hier in Deutschland, ich weiß nicht wie viele im Publikum das mitbekommen haben.

00:11:37: Ist das in Ordnung auf diese Weise mithöcke zu sprechen dass er ungefiltert um das Worten mal aufgreifend zu gehören?

00:11:45: Und auch unhinterfragt und auch unwidersprochen ein Bild von sich zeichnen kann sozusagen ohne konfrontiert zu werden Mit einer anderen Perspektive aus seiner Arbeit.

00:11:56: also er hat natürlich viel weggelassen will es gar nicht so in die Inhalte gehen.

00:12:01: Und ich habe mich eben mit Ben Bernd darüber unterhalten, wie ist das?

00:12:04: Du hast ja schon eine Verantwortung!

00:12:06: Du hast fünf Millionen Leute, die dieses Gespräch jetzt gesehen haben.

00:12:10: und diese fünf Millionen Menschen haben einen Politiker erlebt der erzählt er ist Familienvater und er ist Lehrer gewesen und hat sich Sorgen gemacht um das Bildungssystem und wollte doch nur, wollte in die Politik gehen weil er gelitten hat an den Zuständen usw.

00:12:27: dass er aber zu der Zeit, als er Lehrer war schon im Neonazi-Milieu unterwegs war.

00:12:31: Dass er für Neonazizeitschriften revanchistische Artikel geschrieben hat, das er NS-Terminologie verwendet, dass er wirklich einer der wenigen ist wo ich in der AfD sagen würde, der hat auch eine neonazistische Ideologie des... Ich hab nie gesagt die AfD ist ne Nazi-Partei.

00:12:46: Aber diesen Mann denke ich so, da wird jetzt ein Rahmen sprengen das alles auszuführen.

00:12:52: Da finde ich es schwierig wenn so jemand dann die Möglichkeit hat.

00:12:58: Ich verstehe den Drang, dass die Leute wissen wollen wer dieser Typ ist.

00:13:00: Ich möchte die menschliche Seite an ihm kennenlernen aber er ist nun mein Politiker.

00:13:05: wenn er nicht Politiker wäre würde man sich auch nicht für seine menschlichen Seite interessieren und man kann ab einem bestimmten Level, ab einer bestimmten Bekanntheit nicht so leicht trennen.

00:13:14: ich gucke mir jetzt einfach mal nur den Menschen an und blende alles aus wofür er politisch steht.

00:13:19: damit habe ich ein Problem.

00:13:26: Aber ich meine, dass Sie kein Problem damit haben.

00:13:29: Wenn mit ungefilterter Berichterstattung ... Ich meine sie stehen in Ihrem Heimatland ja auch für den Versuch mit dem Kauf von Inseraten und politisch ... Also ...

00:13:40: Selaia!

00:13:41: Ja das ist ein handfester Vorwurf, ne?

00:13:44: Dass mit Steuergeld versucht wurde, Ihnen den Weg aus dem Außenministerium ins Kanzleramt zu bahnen Und da gibt es einen Weggefährten von Ihnen sehr lange, sehr eng an Ihnen dran zugegeben hat.

00:13:57: Und diese Aussage wird bei der Staatsanwaltschaft für glaubwürdig gehalten, darauf bauen ja jetzt sehr viele Ermittlungsverfahren und Anklagen auch auf unter anderem gegen Sie.

00:14:07: also das ist dass sie jetzt kein Problem damit haben, dass Politiker sich ungestört von kritischen Medienfragen öffentlich positionieren können.

00:14:18: Das wundert mich nicht

00:14:19: aber es ist natürlich die neue Realität.

00:14:26: Ich verstehe den Zusammenhang nicht ganz, also ich würde sagen das eine ist die Frage sozusagen kann ein Politiker ungefiltert sprechen.

00:14:34: Ungefiltered war vorher das Thema.

00:14:35: sozusagen Politik haben ihre eigenen Social Media Kanäle können.

00:14:39: auf Social Media gingen sie überhaupt nicht um den Höcke oder um das Interview sondern kann jemand freisprechen ohne dass es einen Journalisten braucht der übersetzt und da finde Ja, das ist gut.

00:14:50: Weil die Leute sollen sich ein Bild machen und es heißt nicht dass es keine Medien mehr gibt, die eine Meinung abgeben oder die filtern oder darüber berichten aber sozusagen... Das beides gibt es schon finde ich einen Fortschritt!

00:15:10: Und das zweite Sie haben jetzt fast so gewirkt als wäre sie unangenehm das zu bringen Aber mir ist das Thema überhaupt nicht unangener weil ich rede eigentlich ganz gern drüber.

00:15:18: Also ja ich habe meine Erfahrungen mit Politischer Justiz gemacht und ich habe meine Erfahrungen damit gemacht, wie mit Justizpolitik gemacht werden kann.

00:15:29: Wir sind zweimal in Österreich gewählt worden.

00:15:31: Ich hab beim zweiten Mal den Fehler gemacht das Justizministerium an die Grünen abzugeben.

00:15:37: Die Grünen haben dort die Führungsebene In der Staatsanwaltschaft ausgetauscht Mit Disziplinarverfahren und Mitteln und Wegen sehr, sehr würde ich sagen grenzwertig waren die bis zum Selbstmord eines ehemaligen Sektionschefs geführt haben.

00:16:03: Hätte das eine AfD gemacht dann wird die Republik brennen.

00:16:08: aber weil es die Grünen waren war sozusagen dass in Ordnung weil das war ja für das gute und richtige.

00:16:13: danach sind zahlreiche Ermittlungsverfahren gestartet worden Und bei der Masse dieser Ermittungsverfahren ist überhaupt nichts rausgekommen.

00:16:22: Ich hatte vier Jahre ein Verfahren, das unendlich viel Geld gekostet hat mit zehn Tagen im großen Schwurggerichtssaal wo sonst Mörder und Vergewaltiger sitzen.

00:16:34: zur Frage ob ich angeblich in einem Urschuss gelogen habe.

00:16:38: Ich hab einen Richter bekommen der über mich geurteilt hat in erster Instanz der selber disziplinarrechtlich verurteilten war weil er

00:16:47: Akten

00:16:48: und Informationen an einen Oppositionsabgeordneten weitergegeben hat.

00:16:52: Also von allen hunderten Richtern in Österreich krieg ich zufällig den, der verurteilt mich erst instanzlich.

00:17:00: danach wird erst bekannt dass er selber verurteilten war weil er Akten weiter gegeben hat.

00:17:05: Zufällige vorher hat das keiner gewusst aber auch auf keinen Fall befangen.

00:17:12: Ein halbes Jahr später gibt es ein Berufungsverfahren, das fünfundzwanzig Minuten dauert und ich werde frei gesprochen nach vier Jahren.

00:17:19: Und in Summe über zehntausend Medienartikeln dazu.

00:17:23: also wir brauchen uns dazu nichts mehr sagen.

00:17:25: Ich weiß genau wie diese Systeme funktionieren.

00:17:27: Es ist auf der ganzen Welt so dass mehr und mehr versucht wird mit Verfahren Politik zu machen Und ich kann Ihnen nur sagen ganz gleich, ob es gegen einen Linken, gegen einen Rechten mich selber oder einem meiner Gegner geht.

00:17:41: Ich halte nichts davon weil's glaube ich unserem politischen System nicht gut tut sondern am Ende des Tages schadet.

00:17:57: Und schauen wir uns am Ende des Tages das Ergebnis an.

00:18:00: Warten Sie es ab, oder?

00:18:01: Ja ich warte das Ergebnis ab und ich habe ja kein persönliches Interesse daran dass sie verurteilt werden.

00:18:06: Ich bin ja nicht gegen sie aber ich finde ist sehr schwierig.

00:18:11: Ich sehe die Faktenlage und ich finde es sehr schwierig zu sagen Es wird ein Verfahren gegen mich geführt als es gibt eine politische Justiz.

00:18:19: Das ist eine Methode die auch Donald Trump anwendet.

00:18:23: Wenn du vor Gericht verlierst war es eine politische Justiz.

00:18:26: Wenn du vor Gericht gewinnst, dann ist auf einmal der Rechtsstaat wieder in Ordnung und das finde ich schwierig.

00:18:34: man sieht doch Der Rechtsstaats hat im Endeffekt zu einer Entscheidung geführt die Ja, von ihnen auch anerkannt und begrüßt wird.

00:18:42: Das heißt das System funktioniert.

00:18:43: Und ich finde... Das Verfahren

00:18:44: hätte gar nicht gestartet werden

00:18:45: müssen!

00:18:45: Ja, das ist Ihre persönliche Meinung aber Ich finde es sehr schwierig mit einem Federstrich.

00:18:50: die gesamte österreichische Staatsanwaltschaft Die gesamten ÖÖ.

00:18:52: als

00:18:53: Welt

00:18:53: leben da keine Beamten, die ihren Job machen.

00:18:56: Aber tut ihr keiner?

00:18:57: Ich habe sie ganz lange ausreden lassen weil mir wichtig war dass Sie einen Punkt machen können.

00:19:01: aber jetzt Lassen Sie mich bitte auch ausrednen.

00:19:03: Das war einer ihrer engsten Wegeferten.

00:19:04: der hat sich fast eine Viertelmillion Strafzahlung Also Geldbuße, Wiedergutmachung durch diese Kronzeugenaussage.

00:19:12: Warum sollte der das machen?

00:19:17: Der war einer ihrer engsten Weggefährten.

00:19:19: Es gibt dreitausend Seiten Chats zwischen Ihnen und diesem Mann, wo aus denen hervorgeht was es für ein System war mit dem Sie sich versucht haben... Medienberichterstattung, positive Medienberrichterstattungen zu kaufen.

00:19:35: Das ist unbequem und ich finde es schade dass sich hier die CDU Veranstaltung von ihnen da die Stimmung kaputtmache und das ist... Ich meine es auch nicht böse aber ich finde man muss diese Fakten aussprechen dürfen und das als politische Justiz abzutun.

00:19:49: Das finde ich eine Methode der Populisten.

00:19:50: Also einmal noch Herr Kurz und dann würde

00:19:57: Ich würde gern genau bleiben.

00:19:58: Erstens ist kein Vorwurf gegen die gesamte Justiz, aber dass Personen dort parteipolitisch besetzt werden können und werden und das Verfahren immer wieder auch politisch missbraucht werden, glaube ich, ist ein Fakt.

00:20:12: Und wenn Sie von Trump sprechen finde ich eine Sache ganz interessant, die ja aufzeigt wie das System funktioniert.

00:20:20: also gewählt wurde haben wir für einmal ganz viele gesagt sie führten sich jetzt davor eher die Justiz gegen die Demokraten und gegen seine politischen Gegner einsetzt.

00:20:31: Also wenn man sich dafür fürchtet, dass Trump das macht dann glaube ich ist es doch zumindest der Beweis, dass es möglich ist.

00:20:38: und da Trump wurde selber vorher verfolgt und jetzt werden andere verfolgen.

00:20:42: also sagen die Amerikaner sind auch das beste Beispiel dafür wie so etwas stattfindet und wie so was stattfinden kann.

00:20:50: Aber nur weil Herr Trump die Justiz politisiert heißt, dass nicht das in Österreich die Justiets gegen sie politischen Stimmen in Stellung gebracht wird.

00:20:56: Ich meine bei Trump hat man ja wirklich handfeste Beispiele dafür.

00:20:59: der hat den Auftrag gegeben.

00:21:01: Der gibt den Auftakt vor laufender Kamera und bei ihnen ist es eine Behauptungen, die sich hier in den Raum stellen, weil die Grünen das Justizministerium hatten kommt eine Staatsanwaltschaft untermittelt Obwohl man hat einen Kronzeugen, den geglaubt wird in Österreich.

00:21:16: Man hat übrigens auch schon Verurteilungen gehabt.

00:21:18: deswegen also auf der Basis dieser Unterlagen, auf der basis der Glaubwürdigkeit dieses Mannes.

00:21:23: Also ich möchte einfach nur dass hier nicht der Eindruck entsteht in Österreich toben die Grünen durch die Gerichtszähle.

00:21:29: das ist glaube ich damit machen sie es sich selber im Reichstag.

00:21:32: Die Staatswirtschaft ermittelt wurde übrigens gegründet von einem ehemaligen grünen Abgeordneten zum Nationalrat.

00:21:38: Also nur als letzter Satz dazu!

00:21:40: Wir kamen ja irgendwie über die Ränder, ne?

00:21:43: Die Ränder werden in

00:21:45: Deutschland

00:21:45: diskutiert und dann haben wir darüber diskutiert.

00:21:51: In anderen Ländern in Europa vielleicht sogar weltweit.

00:21:54: Man sieht, Sebastian Kurz hat eben gesagt ist ein bisschen im Bereich KI unterwegs wie schnell das auch geht dass die Menschen auch irgendwie diese Schnelligkeit vielleicht auch von der Politik erwarten, vielleicht auch mehr Disruption.

00:22:08: Dass wir etablierte Parteien dann kommen und es geht nicht weil usw.

00:22:12: Und dann kommt man mit einfachen Antworten ist das ein Phänomen was wir weltweit sehen?

00:22:17: oder woran liegt es?

00:22:18: Dass die Ränder wirklich europäisch gesehen immer stärker werden?

00:22:25: also ich glaube ein ganz wichtiger Faktor ist, dass wir in einer sehr krisenhaften Ära leben sich ständig potenzierenden Krisensituationen.

00:22:34: Und das verunsichert die Menschen, dass ... Ich meine angefangen mit der Euro-Krise davor, die Banken in Finanzkrise, Eurokrise, Staatsschuldenkrise, Migrationskrise jetzt Ukraine Krieg.

00:22:47: also es ist sozusagen Corona dazwischen noch natürlich auch ganz einschneidend.

00:22:52: Das heißt du kommst nicht zur Ruhe und du fühlst dich in deinem Weltbild destabilisiert nach einem Ausweg oder du suchst nach Menschen, die dir versprechen.

00:23:02: Das wird alles gut und zwar ich kann es gut machen über Nachtgutmachen.

00:23:06: wenn man mich nur ließe so und das erzeugt halt einen muss man sagen ist ja leider ihr Parteichef nicht ganz frei von sich selber unter Druck zu setzen.

00:23:15: das kommt über Nacht.

00:23:16: sozusagen sobald ich im Amt bin wird der Hebel umgelegt und jedes Problem gelöst.

00:23:21: Das bedient natürlich diese Sehnsucht nach der schnellen Lösung.

00:23:23: Und wir leben im Jahr, in einer hochkomplexen Welt wo die Lösungen länger dauern und sie dürfen eigentlich nicht lang dauern weil wir Schnelllösungen brauchen.

00:23:34: aber einfach mal machen

00:23:35: funktioniert

00:23:36: in der Politik leider.

00:23:38: also das Ziel ist gut glaube ich.

00:23:40: oder die Devise auch mal zu abzuschneiden auch Mal zu sagen komm Ich muss da manchmal an Hartmut Medorn denken den früheren Bahnschiff, mit dem ich aus ganz seltsamen Gründen privat ein bisschen befreundet bin und der hatte erzählt dass er damals diesen Berliner Bahnhof gebaut hat.

00:23:58: Und da gab es ja einen Riesenstreit mit dem Architekten weil das Dach zu kurz war.

00:24:03: und er hat trotzdem gesagt wir eröffnen diesen Bahnhof jetzt.

00:24:06: Wir ziehen uns jetzt durch.

00:24:07: Vergiss das dach?

00:24:08: Wir machen das jetzt einfach mal machen.

00:24:11: Und er hat dann Riesen gab, Riesen Ärger gab auch Rechtsstreitigkeiten alles mögliche.

00:24:14: aber er hat es halt durchgezogen und dieser Bahnhof hat pünktlich zur FußballwM eröffnet.

00:24:18: Ja und das sind so Sachen wo ich denke okay Respekt da haben wir Medien natürlich auch kritisch drüber berichtet haben auch Leute gesagt es geht gar nicht er bricht alle Regeln.

00:24:26: Aber das Ding war eröffnete.

00:24:29: und vielleicht ist das die Haltung die wir mal mehr brauchen dass man

00:24:32: Oder hängt das vielleicht auch damit zusammen, dass unsere Demokratie so verästelt ist mit dem Föderalismus und viel mehr?

00:24:38: Was früher gut passte.

00:24:39: Da hatten wir die Zeit.

00:24:40: jetzt in dieser schnell lebenden Zeit braucht es einfach andere Verfahren um schneller zu werden.

00:24:47: Ja aber dann müssen sie mit den demokratischen Mitteln diese Verfahren geschaffen werden.

00:24:51: also ich meine gab ja eine riesen föderalismus reform.

00:24:55: So richtig geholfen hat es auch nicht, weil man sich heute dieses Debakel ansieht.

00:24:58: Ich weiß nicht wann wir ausgestrahlt werden aber an dem Tag wo wir aufnehmen war ja die Bundesratsentscheidung zu dieser tausend Europrämie.

00:25:04: und dass das nicht... Also ich steh da etwas faszinierter vor.

00:25:08: Das ist nicht gelingt das zu einen irgendwie vorher sondern dass dann da rein rennt in eine Abstimmungsniederlage.

00:25:15: also was das für ne Botschaft für die Leute, weiss nicht wie sie das hier im Publikum sehen, da draußen erzeugt von Eindruck so oh mein Gott.

00:25:22: Das war jetzt eines der wenigen Ergebnisse, die bei dieser Regierungsklausur rauskommen.

00:25:27: Und nicht mal das kriegen sie durch?

00:25:28: Das ist verheerend so ein Eindruck!

00:25:31: Warum wollen die Menschen mehr Disruption oder schnelleres handeln?

00:25:36: und die Politik kommt nicht nach?

00:25:38: Ich meine du bist in der Wirtschaft.

00:25:40: Ich glaube weil Sie realisieren dass sich die Dinge in die falsche Richtung entwickeln.

00:25:46: Bei welchen Themen zum Beispiel?

00:25:48: Bei allen?

00:25:49: oder sind es bestimmte Themen wo man's genau sieht?

00:25:52: eben hat der ERK-Chef wir hatten eben paar Vorgespräche gesagt Das Thema Regulierung etc.

00:25:57: Früher hat der Staat dem Menschen vertraut, etwas zugetraut.

00:26:02: deswegen ist vielleicht auch Deutschland sehr groß geworden weil wir haben nichts im Boden nur was in der Birne und vielleicht ist das jetzt einfach alles überreguliert.

00:26:10: oder was ist der entscheidende Punkt warum sich so eine Mentalität und so eine Stimmung und so ne Entwicklung breit gemacht hat?

00:26:22: Ich glaube sozusagen es gibt ein paar Themenfelder.

00:26:24: die sind ganz wesentlich für unser Leben.

00:26:28: Ich beginne mal mit der Frage, wer lebt hier?

00:26:31: Wie setzt sich unsere Gesellschaft zusammen?

00:26:33: und ich glaube die Migration... Und da haben uns ja die Medien und vor allem das Spiegel erklärt sozusagen, dass es toll ist und da kommen lauter Gute ausgebildete und die Ärzte und alle...

00:26:43: Das ist jetzt auch eine sehr populistische Kurztammausung.

00:26:47: Ich habe's erlebt!

00:26:49: Also

00:26:50: ich wusste ja, dass er streitenbar wird aber so.

00:26:51: Ich hab

00:26:52: viel Widerstand erlebt als ich damals auf der anderen Seite war Und ich würde mal sagen, dass viel an ungesteuertem Migration unsere Städte nicht unbedingt besser gemacht hat.

00:27:06: Die Lebensqualität und die Sicherheit ist nicht gestiegen.

00:27:11: Wenn der Kanzler

00:27:17: dann

00:27:18: vom Straßenbild spricht ... dann ist das was, egal ob man jetzt dabei bleibt oder nicht.

00:27:25: Oder wie man mit dem Sager umgeht.

00:27:28: aber sozusagen es ist ein Gefühl dass die Menschen haben wenn ich so zu sagen dort wo ich in Wien lebe merke wie sich sozusagen die Situation verändert wie sich die Schulen verändern wie sich gewisse Dinge verändern Dann kann ich nachvollziehen dass die Leute sagen Das geht nicht in die richtige Richtung.

00:27:45: Das zweite ist glaube ich gesamtwirtschaftlich war Europa insbesondere Deutschland einfach extrem stark und das über Jahrzehnte durch relativ solide Energiepreise, durch sehr viel Qualität.

00:27:59: Durch zwar hohe Kosten...

00:28:01: Arbeitskosten ja!

00:28:02: Aber sozusagen im Gesamtpaket hat es funktioniert.

00:28:05: wenn man jetzt ehrlich drauf schaut dann kommt man darauf irgendwie funktioniert's im Gesampaket nicht mehr so mit der Wettbewerbsfähigkeit wirds nicht besser werden.

00:28:16: Dann gibt es im dritten Bereich Innovation, so sagen wir als Vorreiter in den Wachstumsbranchen.

00:28:22: Künstliche Intelligenz, Quantum Das ist Amerika das ist China sind vielleicht noch einzelne starke andere kleinere Player auf dieser Welt aber es ist sicher nicht Europa.

00:28:34: und dann würde ich sagen zu guter Letzt das System dass wir aufgebaut haben der Sozialstaat sozusagen in Deutschland in Österreich in anderen westeuropäischen Ländern Der funktioniert nur unter ganz bestimmten Bedingungen, nämlich erstens wenn mehr Leute einzahlen als etwas aus dem System herausnehmen.

00:28:57: Stichwort Geburtenrate, wie lang geht man arbeiten?

00:29:01: Wie lange sind Ausbildungszeiten?

00:29:03: Wie viel arbeitet man?

00:29:05: und zum zweiten ist das ein System das nicht gebaut wurde mit der Idee, dass Menschen in dieses Sozialsystem zuwandern können.

00:29:14: Also sozusagen ein starker Sozialstaat und gleichzeitig relativ ungeschränkte Zuwanderung – das funktioniert nicht sonderlich gut!

00:29:24: Und ich glaube sozusagen, jetzt können Sie sich auswählen für wen welcher Aspekt wie wichtig ist aber ich würde sagen In Summe geht da vieles nicht in die richtige Richtung.

00:29:35: und dann gibt es Themen die einen wenn man in der Politik ist oder Medien oder was auch immer vielleicht nicht so bekümmern, aber wenn man jetzt sozusagen in der Freien Wirtschaft tätig ist.

00:29:44: Das Demoregulierung macht die Leute einfach wahnsinnig und das macht sie zu einem Ausmaß wahnsinnigt dass es schwer fällt sozusagen großzügig drüber hin weg zu sehen und zu sagen ich wähl was ich immer gewählt habe.

00:29:59: und drum glaube ich gibt's einfach eine Veränderung in unserer Wählerlandschaft und den Wunsch auch nach mehr Disruption, weil die Leute das Gefühl haben, feine Korrekturen helfen nichts mehr.

00:30:12: Es braucht sozusagen einen größeren Umschwung damit man in den großen Fragen wieder auf den rechten Weg kommt.

00:30:21: Sind das die Themen?

00:30:26: Das treibt die Menschen am meisten um.

00:30:30: Ich glaube trotzdem dass er kurz recht hat... vielleicht eher aus der Perspektive der Wirtschaftsakteure sehr hinfrochen.

00:30:35: Ich glaube, die normalen Leute... Wir sind ja auch normale Leute.

00:30:40: Die Leute denken immer nur weil du Journalist bist hast du kein normales Leben oder kennst du keine Menschen, die keine Journalisten sind.

00:30:45: also ich glaube dass da eher so dieses Unverständnis herrscht.

00:30:51: sowieso geht es nicht und diese immer wieder stehen vor Dingen vor Regeln die alle ablehnen und blöd finden aber sie ändern sich nicht.

00:31:01: Du fragst dich, wieso geht das dann in einem anderen Land?

00:31:03: Wieso geht es nicht bei uns?

00:31:04: und wie?

00:31:04: so muss alles immer so kompliziert sein.

00:31:08: Und wenn dann eben jemand kommt und sagt, wenn ich's mache wirds alles ganz unkompliziert und geht ganz schnell...

00:31:13: Ja.

00:31:14: ...und das Schlimmste ist die Produktenttäuschung sozusagen, wenn dieses Versprechen nicht eingelöst werden.

00:31:19: Was mir halt auffällt ist also wir haben ja jetzt eine Situation wo sie beide die Lage beschreiben, keine Beschreibungsangst haben selbst Der Bundeskanzler, finde ich wie kaum ein anderer die Beschreibungsangst anderer abgelegt hat.

00:31:36: Also die Lage ist klar.

00:31:38: Jetzt haben wir trotzdem eine Situation das auch in Deutschland die AfD diese Lage dramatischer noch beschreibt aber die ja eigentlich davon leben dass es diese schlechten Nachrichten gibt.

00:31:50: also Der ist ja so ein Zielkonflikt.

00:31:52: Auf der einen Seite erwarten die Menschen von uns, dass wir es klar beschreiben ... Ich könnte mir vorstellen bei der AfD freut man sich ins Geheimen, will denen gar nichts vorwerfen oder so.

00:32:00: aber wenn es der Wirtschaft nicht gut geht, ist das schon passend zum Geschäftsmodell.

00:32:05: und wir als CDU sind ja eine Partei,

00:32:08: die's

00:32:08: klar formulieren, aber den Menschen Zuversicht vermitteln wollen?

00:32:12: Ja, aber das ist der Punkt, dass Sie das nicht machen, was ich gesagt hätte sondern sie sind wie Sie sagen er hat keine Beschreibungsangst.

00:32:18: Herr Merz Ich meine, wir alle wissen doch wie die Lage ist.

00:32:23: Wir brauchen nicht einen Bundeskanzler der uns zum hundertsten Mal erklärt, wie dringend es ist irgendwelche Reformen zu machen sondern wir brauchen einen Kanzler, der uns erklärt wie diese Reform ausführen und der Mut macht.

00:32:37: Wir haben genug Leute, die uns Angst machen und die uns den Ernst der Lage erklären.

00:32:42: Fürs Ernst Der Lage Erklären sind ja auch wir so ein bisschen zuständig und dafür ist die Opposition zuständig.

00:32:48: aber eben dieses Leute, ihr habt mich gewählt.

00:32:54: Ich mach das

00:32:54: jetzt

00:32:55: und irgendwie.

00:32:56: ich weiß dass Merkel da sehr viel an Glaubwürdigkeit verloren hat aber ich glaube es ja.

00:32:59: trotzdem ist irgendwie noch geschafft bei vielen gerade um Unionswählern so auszustrahlen.

00:33:05: Wie wenn du zum Arzt gehst?

00:33:07: Du hast eine Krankheit, du willst gar nicht so genau wissen was der Arzt jetzt macht, aber bitte heile mich!

00:33:13: Und anstatt dann da uns zu sagen oh also wirklich die Seadenose Heavy.

00:33:17: Also das jetzt wirklich, wenn ich mir ihre Werte angucke und du denkst ja was machst du denn jetzt?

00:33:23: Was hilft wie hilfst

00:33:24: du dir jetzt?

00:33:25: Ich will gar nicht genau wissen,

00:33:26: wie wird

00:33:27: das lateinische Wort dafür nicht kennen für die Krankheit die ich habe.

00:33:29: aber ich will jetzt gib mir die Medizin.

00:33:32: Wenn man jetzt zum Beispiel die Sozialversicherung sieht, ich glaube das ist eines der schwierigsten Themen.

00:33:36: Die Arbeitskosten sind zu hoch, die Beiträge sind so hoch.

00:33:38: wir waren damals Sebastian Kurz hat gesagt durch Qualität bekannt.

00:33:44: Wir haben so tolle Produkte hergestellt, dass die Welt uns die abgerungen hat.

00:33:49: Und heute... und da waren wir trotzdem teuer!

00:33:52: Wir waren glaube ich immer die teuersten seit Jahrzehnten.

00:33:54: Ich glaube OECD.

00:33:56: Ja genau aber jetzt sind wir nicht mehr umso viel besser wie wir teurer sind.

00:34:03: und deswegen fangen wir ja jetzt an jetzt mal als Beispiel die Gesundheitskasse neu zu sortieren das wir zum ersten Mal seit einem Jahrzehn muss man ehrlicherweise sagen in den letzten zehn, zwanzig Jahren aber auch davor schon dass man diese Dinge nicht angepackt hat richtig wie Rente Pflege und Gesundheit.

00:34:24: So jetzt packt man es an ist natürlich nichts Revial.

00:34:26: das Thema Ja, das ist ja jetzt nicht so, dass man sagt sofort wird alles besser.

00:34:31: Sondern man sagt wir müssen die Beiträge in Schacht halten sondern wenn es so weitergeht dann werden wir irgendwann nicht mehr die Wettbewerbsfähigkeit haben, die wir vielleicht heute noch in einigen Bereichen nahmen und wieder ausschwunden.

00:34:41: Das wollte ich gerade nicht setzen, sondern ich würde den ersten Teil setzen.

00:34:44: Ich würde sagen wir haben jetzt damit angefangen Punkt!

00:34:46: Und nicht gleich sagen das reicht aber nicht da muss jetzt noch mehr kommen.

00:34:49: also ich meine keine Politikberaterin Ich will ja auch nicht, sozusagen Leute hochschreiben um das Hochschreibens willen oder weil ich dafür Geld bekomme.

00:35:00: Sondern weil mir geht es darum warum können die Politiker nicht einfach einen Erfolg präsentieren und stehen lassen?

00:35:07: Und nicht gleich wieder dran rummäkeln?

00:35:09: wir konnten uns leider nicht hundertprozentig durchsetzen.

00:35:11: Wie finden Sie den Anfang jetzt bei der Krankenkasse?

00:35:14: Beim Bürgergeld ist noch gar nicht in Kraft getreten.

00:35:16: Zum

00:35:16: ersten Juli erst.

00:35:17: Kommt erst im ersten Julii Und da denke ich irgendwie so, also nochmal.

00:35:21: Es ist nicht meine Aufgabe mit mir eine Kommunikationsstrategie für Sie zu überlegen aber ich wundere mich irgendwie so dass sie diese Reform jetzt nicht begleiten mit einem Feuerwerk von Da kommt was das wird jetzt alles besser und ich mache ne Tour durch die Arbeitsagenturen und weiß nicht was sondern dass sie bei der Krankenversicherung einfach sagen Ich gehe jetzt in die und die Stellen des Gesundheitswesens und erkläre für euch ändert sich jetzt das.

00:35:46: Und das wird gut!

00:35:47: Ich meine, dass muss man ja dem Trump wirklich lassen und jedem amerikanischen Präsidenten vor ihm die dann so ein Setz unterschreiben.

00:35:52: Dann stehen hinter denen eine Gruppe von Leuten irgendwie, die damit irgendwie Waage zu tun haben Leute, die krank sind und die durch die Gesundheitsreform den geholfen werden soll und was weiß ich?

00:36:02: Die dürfen dann alle einen Stift behalten der von der Unterschrift und so... Also, dass man irgendwie sagt so yeah wir haben jetzt etwas erreicht Und dieses, also noch mal ist nicht mein Job mehr das zu überlegen.

00:36:13: Aber ich wundere mich einfach dass das irgendwie nicht stattfindet.

00:36:15: Wie hast du das gemacht?

00:36:16: Also Bundeskanzler wars mit den Reformen.

00:36:21: Ich habe überraschenderweise schon wieder eine total konträre Meinung.

00:36:26: Ich finde es geht überhaupt nicht um Kommunikation.

00:36:29: Es geht um Realität und ich glaube es gibt viel viel viel zu viele im Politbereich, ganz gleich ob es Mitarbeiter in Parteien oder Generalsekretariate oder Meinungsforscher oder Journalisten sind.

00:36:45: Die glauben das geht immer um Kommunikation.

00:36:48: ich glaube sozusagen vielleicht geht's kurzfristig an gewissen Tagen um Kommunication und Schlagzeilen.

00:36:56: In Wahrheit gehts um Realitäten.

00:36:59: Und wenn sie eine Kassenreform machen also eine große Kassen reform dann sozusagen wird es viel Widerstand geben, aber es wird die Struktur auch nachher anders ausschauen und egal wie's kommuniziert wird.

00:37:12: Es wird eine neue Realität sein.

00:37:14: wenn sie über eine tausend Euro prämie oder steuerfrei betragen oder was auch immer diskutieren in einer frage wo es gerade darum geht ob europa irgendein wettbewerbsfähig bleiben kann?

00:37:27: Und ob es in unserem Breitengrad jetzt weiter eine Rezession gibt oder nicht Dann kann man es auch super kommunizieren, aber selbst wenn man's super kommuniziert wird sozusagen das Problem nicht lösen und wird maximal einen kurzzeitigen kommunikativen Effekt bringen.

00:37:46: Und ich glaube so sagen wir stehen einfach an einem Punkt und ist ganz gleich ob das jetzt sozusagen Integrationsfragen sind oder ob das Wirtschaftsfragen- sind, Wettbewerbsfragen, Regulierungsfragen ja sie können noch so gut kommunizierend dass die Regulierung reduziert.

00:38:02: jeder Einzelne, der am nächsten Tag wieder fünfzig Seiten Formular ausfüllen muss.

00:38:06: Wenn er einen Handyvertrag abschließen will wird wissen.

00:38:10: es hat sich nicht viel geändert und insofern bin ich jemand der das Thema Kommunikation einfach sehr anders sieht.

00:38:19: wenn wir mit meiner ersten Regierungsphase um sechzig Prozent Zustimmungswerte gehabt das war die Regierung mit der freiheitlichen Partei obwohl seinen wahnsinnigen medialen Gegenwind gegeben hat.

00:38:30: Also in den Medien war die Regierung sehr unpopulär.

00:38:34: In der Bevölkerung hatten wir sechzig Prozent Zustimmung, waren die höchsten Zustimmungswerte aller Zeiten...

00:38:39: Bis ich dann raus stellte?

00:38:41: ...in einer Regierung in Österreich

00:38:42: Was wer E-Koalitionspartner wirklich war?

00:38:44: Danach haben wir bei der Wahl noch mal sechs Prozent zugelegt also war auch nicht so schlecht.

00:38:49: aber worauf ich hinaus will ist warum waren die Zustimmlungswerte hoch?

00:38:55: nicht weil sozusagen die Medien das positiv kommuniziert haben, ganz im Gegenteil.

00:38:59: Die haben gesagt es sind alle Rechtsextremisten und ein Wahnsinn und furchtbar.

00:39:02: aber so sagen die Dinge die wir umgesetzt haben waren Dinge wo nicht alle liberale Demokratie viele andere Meinungen auch aber wo eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung der Meinung war das ist richtig, die Arbeitszeit zu flexibilisieren.

00:39:18: Das ist richtig dass nicht mehr siebenunddreißig Krankenkassen gibt sondern vielleicht nur noch vier.

00:39:22: Das man bei der Migration sozusagen auf Deutsch setzt, dass man bei den Migrationen versucht, dass weniger Leute illegal kommen.

00:39:31: Es waren einfach lauter Dinge so sagen... Die in der Sache einen Teil, nicht alle aber einen großen Teil der Bevölkerung überzeugt haben unabhängig von der Präsentation, der Kommentierung oder dem Stiefdimmer.

00:39:43: Aber Herr Kurz, es tut mir leid!

00:39:45: Ich weiß Sie denken jetzt... ich bin die Meckakoo, die alles schlecht machen will.

00:39:51: aber ihre Regierungszeit stand für, ich würde mal sagen, achtzig Prozent Kommunikations- und zwanzig Prozent echtes regieren.

00:39:58: Sie waren der Kanzler der perfekten Selbstinszenierung.

00:40:01: also dass sie jetzt hier sagen, das kommt nicht auf die Kommunikation an Finde ich ein bisschen ironisch ehrlich gesagt.

00:40:08: Ist ja in Ordnung, dass Sie das sozusagen so sehen und steht Ihnen ja völlig frei?

00:40:12: Ich sage Ihnen nur... Bin

00:40:13: froh, dass man das noch sagen darf!

00:40:15: Sind Deutschland nicht mehr so, aber sozusagen in Ihrer Richtung geht es immer, nur die anderen Probleme ist freisagen zu dürfen.

00:40:21: Aber ... ich glaube, ich kann Ihnen nur sagen, ich war zehn Jahre in der Regierung.

00:40:29: In unterschiedlichen Konstellationen, in unterschiedlichen Koalitionen.

00:40:34: Es ist immer dann gut gelaufen.

00:40:36: Ja, es ist immer dann gut gelaufen wenn wir in der Sache was zusammengebracht haben.

00:40:41: Und ich war damals als Außenministerteile einer Koalition von Sozialdemokratie und Volkspartei und die Regierung war extrem unpopulär und es war fürchterlich und das war auch der Grund warum ich sie damals beendet habe als ich Parteichef wurde.

00:40:56: Und in allen Sitzungen ist immer gesagt worden, wir müssen besser kommunizieren.

00:41:01: Wir brauchen neue Presse-Sprecher!

00:41:02: Wir müssen dort im Marketing besser

00:41:04: werden.".

00:41:05: Das war die Phase, in der die Inserate geschaltet wurden übrigens?

00:41:08: Das war genau die Phase... ...der die negative Berichterstattung in den Bolivarmedien gekauft wurde und die positive übersieht.

00:41:15: Es

00:41:15: tut

00:41:15: mir leid.

00:41:16: Schauen Sie, Sie werfen über den Rechtspopulisten vor alles zu verkürzen.

00:41:21: das angebliche Strafverfahren über mich hat tausende Seiten.

00:41:25: Wir können es gerne mal diskutieren, ein bisschen differenzierter... Ich hatte früher bessere Berichterstattung als in dieser, aber ist ja egal worauf ich hinaus will, dass ich festhalten wollte, dass meiner Meinung nach die These man muss jetzt besser kommunizieren damals nicht funktioniert hat und ich kenne keine einzige Regierung der Welt, wo es bisher funktioniert hat im Regelfall.

00:41:50: Außer sie machen jetzt ganz kurze Amtszeiten von ein paar Wochen.

00:41:54: aber solange die Amtszeit vier Jahre oder fünf Jahre ist und so lange sozusagen die Leute irgendwie merken was ist anders nach dem Gesetz und was tut sich da wirklich?

00:42:03: Solang das so ist Glauben Sie mir, kann die Kommunikation immer ein kurzzeitiger Effekt sein?

00:42:09: Und die Realität ist das was die Leute am Ende des Tages an der Wahlurne wirklich bewegt.

00:42:16: Also ich habe das noch nie erlebt!

00:42:18: Ich hab mich gestern wirklich zwei Stunden vorbereitet und es war ein Talk.

00:42:24: also ihr brauchtet mich hier gar nicht.

00:42:26: Es tut

00:42:27: mir sehr gut aber wir brauchen jetzt noch ein versöhnliches

00:42:29: Ende.

00:42:29: Auf jeden Fall, das möchte ich auch.

00:42:31: Stimmt sie denn zuversichtlich

00:42:35: Deutschland und Europa in dieser Welt Werte mitbringt, Voraussetzungen mitbringend, Dinge mitbrinkt.

00:42:43: Wenn wir es richtig managen, dass wir die Zukunft doch noch gewinnen?

00:42:48: Frau Ahmann!

00:42:50: Ich denke immer all we have to fear is fear itself.

00:42:54: also ich glaube das wir akzeptieren müssen, dass es in kleinen Schritten vorangeht aber das es voran gehen kann.

00:43:01: und ich traue auch den Unternehmen zu und den Leuten, die ich traue ihnen diese Innovationsfähigkeit zu.

00:43:08: Ich glaube auch dass sie sich frei machen müssen davon das die Politik ihnen da irgendwie helfen muss oder klar muss die das flankieren.

00:43:14: Sie soll sie nicht sabotieren sie sollen nicht wie beim Thema Verbrenner irgendwie ständig falsche Signale setzen oder in der Energiepolitik ständig Falsches Signale setzten.

00:43:21: aber generell glaube ich die Unternehmen haben doch die Power und die gerade wurde doch hier.

00:43:25: ich habe es nur backstage gehört als ihr ich glaube der DIAK Chef der hier gesprochen hat, weiß jetzt nicht wo er ist.

00:43:33: Und dann meinte auch es geht uns eigentlich ganz gut und wir haben eine funktionierende Finanzbranche hier die uns sehr unterstützt und so.

00:43:40: und ich glaube wir müssen uns da mit einem eigenen Kopf aus dem Sumpf rausziehen.

00:43:45: und wer soll's schaffen wenn nicht wir?

00:44:00: Europa eine gute Zukunft haben kann.

00:44:04: Ich glaube, alles ist möglich und ich glaube sozusagen Österreich-Deutschland andere Staaten in Europa haben sie ja über Jahrzehnte bewiesen dass es möglich ist unabhängig von Bodenschätzen oder anderem sehr erfolgreich zu sein.

00:44:24: dass es nur funktionieren kann mit einer irrsinnig disruptiven Herangehensweise.

00:44:28: Und das glaube ich gar nicht, weil ich jetzt die meiste Zeit in Mittel East bin oder viel auf der Welt unterwegs bin, sondern ich glaube wegen sehr persönlichen Erlebnissen.

00:44:36: meine bald-siebzigjährige Mutter verwendet täglich Jejebité.

00:44:41: Mein vierjähriger Sohn, wenn er mich gerade wieder fragt wie hoch ist das höchste Gebäude?

00:44:46: Oder wie lang ist eigentlich eine Anakonda?

00:44:49: und ich sage Ich weiß nicht genau.

00:44:52: Dann sagt er, Papa fragt ChatGPT!

00:44:56: Ich glaube sozusagen wir haben überhaupt noch keine Vorstellungskraft wie disruptiv das sein wird was da in den nächsten Jahren auf uns zukommt In allen Branchen.

00:45:08: Wie sehr dass die Tätigkeit von Rechtsanwälten Von Steuerberatern Von Journalisten Von Beamten Von jedem Verändern wird.

00:45:21: Und ich habe den Eindruck sozusagen, dass das in unserer Debatte viel zu wenig stattfindet.

00:45:28: Weil ich glaube so sagen es wird eine Welle die eine Wucht hat, die man jetzt noch gar nicht so richtig begreifen kann.

00:45:37: sozusagen bei den selbstfahrenden Autos und Robotik und so, da hat man jahrelang überschätzt.

00:45:44: Wie schnell das gehen wird?

00:45:45: Da hat man sich immer gedacht in ein paar Jahren gibt es dann die Roboter und die machen alles nur, dass wir drauf kommen.

00:45:50: okay eine Hand zu bewegen wie einen Mensch ist gar nicht so einfach.

00:45:54: aber sozusagen dort dauert's länger teilweise als gedacht.

00:45:58: Aber überall wo es um Daten geht also der reine Bereich künstliche Intelligenz, da geht aus meiner Sicht alles viel schneller als sich das jemals jemand vorstellen hätte können.

00:46:10: Und ich glaube, dass wird eine Welle, die wird ganz, ganz intensiv und ich glaube das wird das größte Thema für die Politik in den nächsten Jahren werden sozusagen wie man damit umgeht.

00:46:22: Absolut,

00:46:23: teilig!

00:46:25: Da müsste man eigentlich nochmal ein Podcast über die Auswirkung machen.

00:46:29: also wenn ich sehe was Unitree innerhalb eines Jahres bei den Robotern macht oder Tesla Hätte ich mir das nie so vorstellen können.

00:46:37: Ich glaube der Spiegel hat, glaube ich alle zehn Jahre immer getitelt.

00:46:42: jetzt geht's los.

00:46:44: Die Mechanisierung und dann kam ja so und jetzt geht es so exponentiell nach oben.

00:46:49: Und dass ist der Teil, der viel schwieriger ist?

00:46:52: Datenteil

00:46:54: Genau!

00:46:55: Wie nimmt der Staat die Steuern ein?

00:46:56: was passiert wenn einige rangen sich innerhalb von drei bis fünf Jahren?

00:47:01: Was passiert, wenn sie kein Reisebüro mehr brauchen weil Jede Buchung einfach von ihrem Agent automatisch durchgeführt wird.

00:47:10: Was passiert, wenn sie keinen Steuerberater mehr brauchen?

00:47:13: Weil das alles sozusagen funktioniert.

00:47:15: Sie können

00:47:16: da schon in Hessen.

00:47:17: Ja,

00:47:18: absolut.

00:47:19: was passiert, Wenn jeder Kaufvertrag von einer KI erstellt werden kann und man beschreibt wer bei all so sagen was man drinstehen haben möchte.

00:47:31: auf jede Frage, die du stellst nicht mehr zum Beispiel zu einem journalistischen Medium musst.

00:47:36: Sondern sie wird dir direkt beantwortet in deiner Hand.

00:47:39: Also ich würde vorschlagen.

00:47:40: Ich lade Sie beide noch mal zu dem Thema ein.

00:47:43: Ich weiß nicht wie Sie das sehen und dann besprechen wir das noch mal in Ruhe.

00:47:49: Jetzt gehe ich mal weg von der KI-Welt hin in die Alte Welt.

00:47:53: Wanns wann?

00:47:54: Sie ist letzte Mal in der Kneipe Frau Armband.

00:47:58: In der

00:47:58: Kneipel... Also da ich einen Wenn ich ein kleines Kind habe, bin ich meist eher zu Hause.

00:48:05: Die Abende wo ich nicht beruflich weg bin...

00:48:06: Und früher waren sie öfters in der Kneipe oder?

00:48:08: Weil gleich mit

00:48:09: Ihnen das letzte Mal an der Kneipel.

00:48:10: Eine rechte Überlege für einen Hintergrundgespräch.

00:48:13: Das ist ja nicht so lange her.

00:48:15: Ja, wieso?

00:48:17: wegen den normalen Menschen die da sind?

00:48:18: Weil

00:48:18: wir jetzt kickern und die Frage ist ob...

00:48:20: Ich auch oh Gott!

00:48:21: Ne.

00:48:22: Ob solche... Sebastian gehst du noch in die Kneipe in Österreich?

00:48:25: Du

00:48:25: bist so ein deutsches Wort, das gibt es bei uns nicht.

00:48:27: Bei euch heißt es

00:48:28: lokale Bars

00:48:30: Sehr gut.

00:48:31: Cafés!

00:48:32: Ich

00:48:33: baue es auch immer sehr gemütlich, genau.

00:48:36: Wann hast du das letzte Mal gekickert?

00:48:38: Gekickert...

00:48:39: Also so ein Fußball-Kicker.

00:48:41: Wie heißt das bei euch?

00:48:42: Gewurzelt.

00:48:43: Gewurzlt?

00:48:44: Heißt das?

00:48:45: Gewürzelt!

00:48:48: Wann?

00:48:48: Das letzte mal?

00:48:49: Letzte Woche.

00:48:50: Okay.

00:48:52: Oh Frau.

00:48:52: Ah man, da müssen Sie sich jetzt warm anziehen.

00:48:54: also wir spielen jetzt bis zwei und wir gehen einmal rüber.

00:48:58: hier zum Kicker Kennen schon diejenigen, die dem Podcast kennen.

00:49:02: Und es gibt hier immer die gleiche Frau Amann.

00:49:05: Sie müssen einmal rüber gehen.

00:49:06: Die

00:49:06: muss natürlich rot nehmen.

00:49:07: ist da klar?

00:49:08: Genau!

00:49:10: So

00:49:11: und sie dürfen auch einräumen wir spielen bis zwei und sie müssen beide die Frage beantworten was würden sie als erstes machen wenn sie Bundeskanzler werden.

00:49:17: Das spannende ist sie müssen beides machen.

00:49:19: sie müssen spielen und antworten.

00:49:21: also jetzt schnell rein so.

00:49:23: Frau Ammann wollen Sie anfangen?

00:49:25: Oh kann nicht.

00:49:26: Was?

00:49:28: Also sie muss jetzt beantwortet oder sie muss spielen

00:49:30: Beides.

00:49:34: Ich würde...

00:49:36: Ja, Frau Armann haben Sie meine Frage verstanden?

00:49:41: Was würden Sie machen als erstes?

00:49:43: Denkt

00:49:44: es so weit entfernt.

00:49:46: Sie sind vereidigt und dann müssen sie... was würden Sie als Erstes machen?

00:49:48: Sind

00:49:48: Sie ratkaufen?

00:49:49: Nein, da lassen Sie mich überlegen!

00:49:51: Oh der ist wieder schräg der!

00:49:55: Bis zwei, ich glaube wir werden hier lange beschäftigt sein so wie wir spielen.

00:49:59: Ich hoffe ihr Publikum hat...

00:50:00: Also Frau Ammer bekommt noch ein bisschen Zeit Sebastian.

00:50:02: Was willst du als Erstes machen?

00:50:04: Wenn du Bundeskanzler wärst in Deutschland.

00:50:07: Sollts

00:50:07: wie lange tun

00:50:07: wir es dann?

00:50:10: Das mit Bundeskantler sein hatte ich schon.

00:50:12: also insofern bei mir ist schon bekannt.

00:50:14: Bei mir war das damals das Migrationsthema

00:50:17: Gut.

00:50:17: Und jetzt mal ganz platt, man kommt ins Kanzler-Armenfroharmann und das müssen wir in so einem Mitarbeiterversammlung machen

00:50:22: oder?

00:50:22: Ich finde es eigentlich schön die Einrichtung hier, würde ich erstmal irgendwie... Ja!

00:50:27: Eins zu Null, ich spiele mit zwei.

00:50:29: So nochmal einrollen da vorne.

00:50:30: Sebastian du hast dann wahnsinnig schonmal im Kanzlarbüro.

00:50:35: Wie finden Sie das Kanzlabüro?

00:50:37: Achso im Neuen noch nicht tatsächlich bei März, nur bei Scholz.

00:50:43: Ja gut, ist ja noch das gleiche.

00:50:44: oder haben die da neu gebaut?

00:50:45: Die Deko

00:50:45: ist schon

00:50:46: sehr unterschiedlich.

00:50:46: Oh!

00:50:47: Das wär's gewesen.

00:50:48: Frau Arman, das waren elf Meter...

00:50:52: Ja genau.

00:50:53: Und wie findest du das ganze Büro?

00:50:57: Ich finde es sehr

00:50:58: viel

00:50:58: schöner als die...

00:51:02: Ja, ich hab sie jetzt gerade nicht verstanden.

00:51:05: Schöner als

00:51:06: eins-eins.

00:51:07: Jetzt haben Sie mich abgelenkt.

00:51:10: Viel schöner.

00:51:14: Es

00:51:15: gibt sehr viele Büros in diesem Kanzleramt sehr seltsam aus.

00:51:20: Also die ganz komischen Formen haben, sie waren da ja sicher auch schon oft zum Beispiel so ganz spitzzulaufen und so ein bisschen in der Ecke haben und so.

00:51:28: Wo ich immer denke, da kannst du dich doch überhaupt nicht... also das bringt schuhemäßig wirklich überhaupt nicht durchdacht.

00:51:34: Ja!

00:51:38: Zwei zu eins gewonnen.

00:51:39: Boah, Mann hat gewonnen zwei zu eins!

00:51:45: Und dagegen ist das Kanzlerbüro sehr schön, finde ich.

00:51:49: Also wir sehen uns wahrscheinlich wieder auch in dieser Konstellation.

00:51:52: Dann geht es um die Auswirkungen in Sachen KI.

00:51:55: Mir hat der Podcast sehr gefallen und ich hoffe Ihnen auch.

00:51:58: Vielen Dank Melanie Armann und Sebastian Kurz.

00:52:00: Danke!

00:52:02: Bis zum nächsten Mal!

00:52:11: Danke fürs Zuhören.

00:52:13: Fragen und Feedback gerne an Podcast

00:52:16: at cdu.de.